Hämatokrit: Wert im Blutbild
Auf dem Befund: Hkt, Hk, HCT
Was ist Hämatokrit?
Der Hämatokrit gibt an, welchen Anteil die Blutzellen – vor allem die roten Blutkörperchen – am gesamten Blutvolumen haben.1 Er verändert sich meist parallel zum Hämoglobin und hilft, eine Blutarmut oder zu viele Blutzellen zu erkennen.1,2 Außerdem hängt er vom Wasserhaushalt ab und lässt abschätzen, ob dem Körper Flüssigkeit fehlt.1,2
Wann ist Hämatokrit zu hoch?
Ein erhöhter Hämatokrit kann bei Flüssigkeitsmangel auftreten, etwa durch starkes Schwitzen, Erbrechen, Durchfall oder zu wenig Trinken; dann ist das Blut nur eingedickt.1 Daneben kommen chronischer Sauerstoffmangel (Hochgebirge, starkes Rauchen, Herz- und Lungenerkrankungen) und selten eine krankhafte Vermehrung der Blutzellen infrage.1,3
Wann ist Hämatokrit zu niedrig?
Ein niedriger Hämatokrit kann auf eine Blutarmut hinweisen, oft durch Eisenmangel, daneben durch einen Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure, Blutungen oder chronische Erkrankungen.1 Auch eine Überwässerung, etwa nach rascher Gabe von Infusionen, kann den Wert senken, weil das Blut verdünnt ist.1
Fakten geprüft am 23.10.2026. Quellen:
Normalwerte für Erwachsene
| Gruppe | Typischer Bereich | Angaben |
|---|---|---|
| Frauen | 35 – 45 % | Labor Passau |
| Männer | 36 – 48 % | Labor Passau |
Typischer Bereich: der mittlere Wert (Median) der unteren und oberen Grenzen, die die Labore für diese Gruppe angeben. Maßgeblich ist immer der Bereich auf Ihrem Befund: Jedes Labor legt ihn für seine Messmethode fest.
Referenzbereiche der Labore
Weitere Werte im Blutbild
Bereiche aus den Analysenverzeichnissen der Labore, ohne Gewähr. Kein medizinischer Rat: Was ein Wert für Sie bedeutet, klären Sie bitte ärztlich.