Hämoglobin: Wert im Blutbild
Auf dem Befund: Hb, HGB
Was ist Hämoglobin?
Hämoglobin ist der eisenhaltige rote Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen, der Sauerstoff bindet und im Körper verteilt.1 Mit der Hämoglobin-Konzentration lässt sich eine Blutarmut (Anämie) feststellen und ihr Verlauf beurteilen.1,2 Ob die roten Blutkörperchen dabei zu klein oder zu groß sind, zeigen dann MCV und MCH.2
Wann ist Hämoglobin zu hoch?
Erhöhte Werte können durch chronischen Sauerstoffmangel entstehen, etwa im Hochgebirge, durch starkes Rauchen oder bei Herz- und Lungenerkrankungen.1,2 Auch Flüssigkeitsmangel durch Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall kann den Wert erhöhen, weil das Blut eingedickt ist.1,2 Seltener ist eine krankhafte Vermehrung der roten Blutkörperchen wie bei der Polycythaemia vera.1,2,3
Wann ist Hämoglobin zu niedrig?
Ein niedriger Hämoglobinwert bedeutet eine Blutarmut.1,2 Häufigste Ursache ist ein Eisenmangel; daneben kommen ein Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure, Blutverluste, chronische Erkrankungen etwa der Nieren oder des Darms, Infektionen und angeborene Störungen der Blutbildung infrage.1,2
Fakten geprüft am 23.10.2026. Quellen:
Normalwerte für Erwachsene
| Gruppe | Typischer Bereich | Angaben |
|---|---|---|
| Erwachsene | 7,45 – 9,69 mmol/l | Labor Limbach Erfurt |
| Männer | 8,38 – 10,7 mmol/l | Labor Limbach Erfurt |
Typischer Bereich: der mittlere Wert (Median) der unteren und oberen Grenzen, die die Labore für diese Gruppe angeben. Maßgeblich ist immer der Bereich auf Ihrem Befund: Jedes Labor legt ihn für seine Messmethode fest.
Referenzbereiche der Labore
Weitere Werte im Blutbild
Bereiche aus den Analysenverzeichnissen der Labore, ohne Gewähr. Kein medizinischer Rat: Was ein Wert für Sie bedeutet, klären Sie bitte ärztlich.