MCHC: Wert im Blutbild
Auf dem Befund: Mittlere korpuskuläre Hämoglobinkonzentration
Was ist MCHC?
Die MCHC gibt an, wie hoch die Hämoglobin-Konzentration in den roten Blutkörperchen im Durchschnitt ist; sie wird aus Hämoglobin und Hämatokrit berechnet.1 Der Wert bleibt meist sehr stabil und dient im Labor vor allem als Plausibilitätskontrolle für die übrigen Blutwerte.1,2 Für die Einordnung einer Blutarmut ist er weniger aussagekräftig als MCV und MCH.1
Wann ist MCHC zu hoch?
Eine erhöhte MCHC ist selten.1 Sie kommt bei bestimmten angeborenen Formen der Blutarmut vor, etwa der Kugelzellanämie (hereditäre Sphärozytose) oder der Sichelzellanämie.1,2 Außerdem kann sie ein Hinweis auf Kälteagglutinine sein, also bestimmte Antikörper, die den Messwert fälschlich erhöhen.2,3
Wann ist MCHC zu niedrig?
Eine niedrige MCHC findet sich vor allem bei einem ausgeprägten Eisenmangel.1,2 Auch angeborene Störungen der Hämoglobinbildung wie eine Thalassämie können sie senken.1 Bei vielen Formen der Blutarmut bleibt die MCHC jedoch im Referenzbereich.1
Fakten geprüft am 23.10.2026. Quellen:
Weitere Werte im Blutbild
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